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Einparken lernen: Schritt für Schritt

Aktualisiert: 2026-08-22·2 Min. Lesezeit·DriveDE

Einparken ist keine Frage von Talent, sondern von Referenzpunkten: festen Blickmarken, an denen du lenkst. Wer die Abfolge dreimal verstanden und zwanzigmal geübt hat, parkt auch nervös in der Prüfung ein. Hier ist die komplette Anleitung, und am Ende kannst du sie direkt im kostenlosen 3D-Simulator durchspielen, bevor du sie im Auto brauchst.

Rückwärts längs einparken (am Bordstein)

Die Klassiker-Aufgabe in der Prüfung. Die Lücke sollte etwa anderthalb Wagenlängen haben.

  1. Vorbeifahren und prüfen: Langsam an der Lücke vorbei, Blinker setzen, prüfen ob sie reicht.
  2. Ausgangsposition: Parallel zum vorderen Auto stehen, etwa einen halben Meter Abstand, Außenspiegel auf gleicher Höhe wie dessen Außenspiegel.
  3. Schulterblick, dann rückwärts bis deine Hinterachse etwa am Heck des Nachbarautos ist.
  4. Voll einschlagen zur Bordsteinseite und langsam rückwärts, bis du im rechten Außenspiegel den Bordstein siehst und das Auto etwa 45 Grad steht.
  5. Gegenlenken: Voll in die andere Richtung einschlagen und weiter rückwärts, bis das Auto parallel steht.
  6. Korrigieren: Ein Zug vor, gerade stellen, fertig. Abstand zum Bordstein idealerweise unter 30 cm, ohne ihn zu berühren.

Rückwärts quer einparken (Parkplatz)

  1. Anfahren: Etwa eine Autobreite Abstand zur Parkreihe, an der Ziellücke vorbeifahren, bis deine Hinterachse auf Höhe der ersten Linie der Lücke ist.
  2. Schulterblick, voll einschlagen zur Lückenseite, langsam rückwärts.
  3. Blick wechseln: Über beide Außenspiegel die Linien beobachten, Auto begradigen, sobald du parallel zu den Linien bist.
  4. Mittig stehen: Notfalls einen Zug nach vorn korrigieren. Korrigieren ist erlaubt und kein Fehler.

Die drei Fehler, die in der Prüfung wirklich zählen

  1. Bordstein touchieren oder auffahren: der häufigste Grund, warum die Grundfahraufgabe wiederholt werden muss. Lieber früher gegenlenken.
  2. Fehlende Beobachtung: Vor und während des Einparkens Schulterblick und Rundumblick. Der Prüfer bewertet nicht nur die Geometrie, sondern ob du den Verkehr siehst.
  3. Hektik: Einparken darf langsam sein. Schrittgeschwindigkeit, Kupplung schleifen lassen, in Ruhe korrigieren.

Wichtig zu wissen: Ein missglückter erster Versuch ist nicht automatisch durchgefallen. Die meisten Prüfer lassen die Grundfahraufgabe einmal wiederholen, wenn der Rest der Fahrt sicher war.

Erst verstehen, dann üben, dann ins Auto

Die teuerste Art, Einparken zu lernen, ist es zum ersten Mal in der Fahrstunde zu versuchen, bei 80 Euro pro Stunde. Günstiger: die Abfolge vorher verinnerlichen. In der DriveDE App gibt es einen kostenlosen 3D-Einparktrainer, der genau die Referenzpunkte von oben interaktiv zeigt, Längs- und Querparken, so oft du willst.

Wie viele Fahrstunden insgesamt realistisch sind, steht hier, und was in der praktischen Prüfung sonst noch drankommt, hier.

Bereit für die praktische Prüfung? DriveDE trackt deine Fahrstunden per GPS, erkennt Fehler automatisch und zeigt dir objektiv, wann du prüfungsreif bist.

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